Schleizer Dreieck 2026 – Ein Wochenende voller Action

Auf dieses Wochenende hatten sich wohl alle KnallaBallas ganz besonders gefreut: Schleiz! Eine Strecke, die einfach mit kaum einer anderen im Rennkalender vergleichbar ist.

Das Schleizer Dreieck ist keine klassische permanente Rennstrecke, sondern eine Naturrennstrecke. Wo normalerweise Autos über öffentliche Straßen fahren, wird für das Rennwochenende abgesperrt und plötzlich heißt es Racing! Statt klassischer Curbs gibt es Rasengittersteine, an einigen Stellen gehören sogar Heuballen zur Streckenbegrenzung und rundherum feiert eine ganze Region den Motorsport.

Das Fahrerlager entsteht auf einer großen Wiesenfläche, es gibt Imbissstände und Besucher schlendern zwischen den Teams und Motorrädern hindurch. Diese Nähe zu den Zuschauern und die Begeisterung rund um die Strecke sorgen für eine Atmosphäre, die Schleiz jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem macht.

Freitag erstes Einfahren

Bereits am Donnerstag reisten die KnallaBallas an, bauten Zelte, Pavillons auf und machten es sich für die kommenden Tage gemütlich.

Am Freitag ging es dann endlich auf die Strecke. Beim freien Fahren konnten sich alle wieder an die schnellen und besonderen Passagen des Schleizer Dreiecks gewöhnen.

Ganz problemlos sollte der Freitag allerdings nicht verlaufen.

Nicks Motorrad wollte zunächst nicht anspringen. Wie bereits zuvor in Hockenheim wurde die Batterie getauscht, geladen und ausprobiert, bis die R1 schließlich doch zum Leben erwachte. Nachdem sie einmal lief, machte sie für den restlichen Freitag glücklicherweise keine weiteren Probleme.

Für deutlich größere Schreckmomente sorgten Andre und Tommy, die beide am Freitag zu Boden gingen. Zum Glück blieb es bei vergleichsweise glimpflichen Stürzen. Die Motorräder konnten wieder instand gesetzt werden und beide waren anschließend wieder auf der Strecke unterwegs. Andre hatte allerdings ordentlich Schmerzen im Bereich der Rippen, ans Aufgeben dachte er trotzdem nicht.

Samstag: Fehlersuche statt Qualifying

Am Samstagmorgen stand das erste Qualifying an und bei Nick ging das Drama weiter.

Sein Motorrad wollte erneut nicht starten. Dieses Mal half auch eine vollständig geladene beziehungsweise neue Batterie nicht weiter. Langsam rückte deshalb der Anlasser als mögliche Ursache in den Fokus.

Besonders ungünstig: Nick hatte bis dahin noch keine vernünftige Zeit setzen können und musste dringend einige Runden fahren.

Als das Motorrad schließlich lief, ging es mit einem neuen Vorderreifen auf die Strecke. Nach den ersten Runden wartete Torsten bereits in der Box, um den Luftdruck zu kontrollieren und stellte fest, dass vorne deutlich zu wenig Druck vorhanden war.

Gleichzeitig gab es ein weiteres Problem. Das Motorrad konnte nicht einfach ausgeschaltet werden, denn niemand wusste, ob es anschließend wieder anspringen würde.

Dadurch wurde die R1 immer wärmer.

Als Nick schließlich rausfahren wollte um ins Fahrerlager zurückzukehren, sprang ausgerechnet in diesem Moment die Boxenampel auf Rot. Das Motorrad wurde zu heiß und kochte über. Nach all dem Ärger kam schließlich noch ein Missgeschick hinzu, durch das für Nick feststand, dass das Rennen heute ohne ihn stattfinden würde.

Später nahmen wir uns das Motorrad noch einmal ganz genau vor. Nach dem Überkochen wurde zunächst kontrolliert, ob der Motor etwas abbekommen hatte, zum Glück war dort alles in Ordnung.

Dann ging die Suche beim Vorderreifen weiter.

Hier war das Ventil im Vorderrad schräg eingeschraubt und hatte für den schleichenden Druckverlust gesorgt. Ein kleines Bauteil mit ziemlich großer Wirkung. Zum Glück ist hier nicht mehr passiert.

KnallaBallas dominieren die erste Startreihe

Sportlich gab es am Samstag dafür einiges zu feiern.

Im BMW Cup bot sich auf der Startaufstellung ein ziemlich geniales Bild: Die komplette erste Startreihe bestand aus KnallaBalla-Fahrern!

Tommy, Maik und Michael hatten sich die drei Plätze ganz vorne gesichert.

Und auch im Rennen konnten unsere Jungs ihre starke Leistung bestätigen. Tommy holte den Sieg, Maik kam auf Platz zwei ins Ziel und Michael belegte Rang vier.

Ein richtig starkes Ergebnis für das Team!

Sonntag: Noch einmal alles geben

Am Sonntag stellte sich zunächst die Frage, ob Nick nach dem turbulenten Samstag überhaupt antreten würde. Am Ende entschied er sich fürs Fahren und brachte sein Rennen souverän ins Ziel.

Durch die Probleme und die fehlende Qualifying-Zeit musste er allerdings weit hinten starten. Umso mehr zeigte sich im Rennen, was möglich gewesen wäre, wenn das Wochenende zuvor etwas mehr nach Plan gelaufen wäre.

Pech erwischte dagegen Christian. Ein anderer Fahrer kollidierte mit seinem Motorrad und beschädigte dabei den Auspuff so stark, dass dieser anschließend quer stand. Christian blieb nichts anderes übrig, als die Box anzusteuern und sein Rennen vorzeitig zu beenden.

Andre trat trotz seiner Rippenschmerzen ebenfalls wieder an und biss sich durch das Wochenende.

Drama im BMW Cup

Im zweiten Rennen des BMW Cups gab es direkt nach dem Start den nächsten Schreckmoment.

Jennifer und Tommy kollidierten miteinander und gingen beide zu Boden. Für beide war das Rennen damit leider frühzeitig beendet.

Für die übrigen KnallaBallas ging die Erfolgsgeschichte aber weiter. Maik holte den Sieg und Michael Wimmer machte mit Platz zwei den KnallaBalla-Doppelerfolg perfekt.

Herzlichen Glückwunsch, Jungs! 🏆

Ergebnisse & Ausblick

Wer einen Blick auf die aktuellen Meisterschaftsstände werfen möchte, findet diese hier:

👉 IBPM / BMW RR Cup

Die kompletten Rennergebnisse des Wochenendes findet ihr wie immer hier:

👉 BMW RR Cup – Ergebnisse anzeigen
👉 Superbike Open – Ergebnisse anzeigen
👉 Supersport Open – Ergebnisse anzeigen
👉 Supersport Next Generation – Ergebnisse anzeigen

Schleiz – wir kommen wieder!

Damit ging ein Schleiz-Wochenende zu Ende, das wirklich alles zu bieten hatte: technische Probleme, Stürze, Schrauberei, Fehlersuche, Schmerzen, Pech – aber eben auch Siege, Podestplätze, starke Rennen und jede Menge gemeinsamer Momente im Fahrerlager.

Und über allem stand wieder diese ganz besondere Atmosphäre des Schleizer Dreiecks.

Bei bestem Wetter, einer großartigen Kulisse und unzähligen motorsportbegeisterten Zuschauern durften wir ein Rennwochenende erleben, das uns definitiv in Erinnerung bleiben wird.

Danke an alle Helfer, Schrauber, Freunde und Unterstützer, die dieses Wochenende wieder gemeinsam mit uns gemeistert haben.

Wir wünschen allen Fahrern und Teams eine gute Heimreise und freuen uns schon jetzt auf das nächste gemeinsame Rennwochenende.

Bis zum nächsten Rennen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen